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Feb 17, 2014

abrasive paper works / schleifbilder

written by admin

year: 2013-now
material: abrasive paper
technique: abrasion and lasercut
framed, signed

actually I am still working on this project, but you can see my actual status right here, I will continue to upload the progress.

Schleifbilder02

photo above: test 01 with schleifpapier, studio abrasive 2013, size: 60cm * 90cm, material: abrasive paper, studio matter. (item is not for sale) 

Schleifbilder

photo above: test 02 with schleifpapier, studio abrasive 2013, size: 60cm * 90cm, material: abrasive paper, studio matter. (item is not for sale) 

IMG_49703

photo above: test 03 with schleifpapier, Max Joseph abrasive 2014, size: 80cm * 60cm, material: abrasive paper. (item is not for sale) 

basic concept

Abrasive paper is a  new and interesting medium in art, my research has tracked no comparable work with the material. I have discovered the beauty of these images in the production of a design object and asked myself whether art could actually be a metaphor for what we throw away or discard as an option in everyday life? Our mindset follows the industrial production process by separating useful from useless things. With the abrasive paper I can preserve real objects, real matter like I do with my mind. The abrasive paper just screams after matter, when I touch it with my finger, my  skin stuck to it. The more I wipe the paper to an object , the more they stay in my memory. Nevertheless, from the studio door through which I went a thousand times, on the table at which I worked and where I sat on the chair I preserve just a blurry image in my head. The city as a placement appears once concrete and by times as a blurry idea in my head .

Konzeptidee

Schleifbilder sind Arbeiten, die aus industriellem Schleifpapier unterschiedlicher Körnung bestehen. Auf den Schleifbildern ist Materie von abgeschliffenen Gegenständen gespeichert und versiegelt. Durch die Abrasion des sich bewegenden Schleifpapiers bleiben die Partikel von unterschiedlichen Objekten auf dem Schleifpapier hängen. Theoretisch sind alle existierenden Objekte und Körper schleifbar, das Schleifbild entsteht zwischen Zufall und kontrolliertem Prozess. Schleifpapier ist ein unglaublich vielschichtiger Werkstoff: Ein sich verschleißendes Produktionsmittel, das in der Lage ist, Materie langfristig zu speichern, wird zu einem einzigartigen Bildträger umfunktioniert. Schleifpapier funktioniert primär über Bewegung des Papiers über das Objekt und kann weitere Aspekte zu den Tradierungstechniken Frottage, Photographie und Malerei hinzufügen. Durch das Schleifpapier werden die abgeschliffenen Objekte transformiert und auf das Papier transportiert. Bevorzugt schleife ich ikonographische Architektur, Sehenswürdigkeiten oder Monumente ab. Dies führt zu einer

Differenzierung der Wahrnehmung von Stadt und Raum und macht mir die Objekte so auf eine neue Weise habhaft. Das Abschleifen ist Gegenentwurf zur Akzeptanz von Planung, die selbst Orte sozialer Zusammenkunft nach bürokratischen Vorstellungen gestalten will. Kunst und Lebensraum entstehen aber doch gerade aus dem (industriellen) „Abfall“ und aus der Vermeidung von Nützlich- keit und Planung, was wir erst erfah- ren, wenn wir nach einer Ablösung aus den eingeschliffenen Verwertungslogiken suchen. Durch den Lasercut und das collagierte Schleifpapier kann eine Neu- verortung und Neuarrangierung der Stadt nach architekturgeschichtlichen Modellen (Bsp. Le Corbusier Plan Voisin) aus der Moderne geschaffen werden, welche die Frage nach der Planung und dem „rich- tigen“ Leben neu stellen. Das neu arrangierte Schleifpapier hebt die abgebildete Stadt auf eine Ebene der Kartographie, der Idee, der Hypothese und der Utopie. Monumente werden durch den Kunstprozess zu Hochhäusern, Kirchen zu einem Allgemeingut und ich zum Zwischennutzer für das Grundstück am See.

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