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99Dots

Unique Art Object

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99 Dots

Die 99 Dots sind eine Unikatedition in den Varianten red, colored und white on grey. Sie bestehen aus Standardetiketten auf Büttenpapier. Die Etiketten werden einzeln und von Hand auf das Papier aufgebracht, eine gänzliche Perfektion wird wie bei allen anderen Arbeiten durch menschliche Unschärfe ausgeschlossen. Jede Edition besitzt eine Auflage von 99 Stück plus 1 Artist Print. Jede Editionsnummer der Serie ist dabei durch das Weglassen des spezifischen Punktes definiert, an dessen Stelle die Nummer der Edition geschrieben steht (Abbildung 7, colored 6/99). Auf der nächsten Seite ist die Editionsnummer 1 abgebildet, es fehlt der erste Dot, an dessen Stelle die Nummer 1/99 steht. Der Dot mit der Nummer 100 ist bei jeder Edition für den Künstler reserviert und verbindet somit die Sammler mit dem Künstler. Das Thema der 99 Dots ist das Dazwischen des Künstlers und seiner Sammler bzw. Käufer und die Frage nach der Art dieser Beziehung, aber auch nach der Schnittmenge der Sammler untereinander. Wie wichtig sind Sammler für mich als Künstler, für meine Arbeit, wie frei bin ich im Umgang mit dem Markt? Die Etiketten haben eine besondere Bedeutung im Kunstbetrieb, mit ihnen werden Werke als verkauft oder reserviert markiert, das Material an sich hat einen selbstreferenziellen Aspekt. Die Ästhetik der Edition 99 Dots ist ein Damien-Hirst-Zitat, der seine Sammler in einer Aktion mit über 220 neuen Werken über Sotheby´s zu einem erneuten Kauf „überredet“ hat. Die Sammler haben aus Angst vor fallenden Preisen ihrer schon gekauften Werke nochmals neue Werke gekauft. Aus marktwirtschaftlicher Sicht war diese eine kraftvolle Geste des Künstlers, auch im Sinne der Emanzipation von dem Willen des Marktes, jedoch bleibt das Dazwischen des Künstlers zwischen Kunst und Markt ein spannungsvoller Raum, dem man sich als Künstler kaum entziehen kann. Wenn schon keine Ablösung möglich ist, sollte eine Beschäftigung mit den Rahmenbedingungen stattfinden; weder um alles zu verteufeln, noch um sich nach einem Markt zu richten, der Kompromisse erfordert, welche die künstlerische Position zu einer Fahne im Wind verkommen lassen. Ich für meinen Teil mache Kunst ausschließlich selbstständig, bin aber nie Künstler alleine.

Material: Etiketten, Büttenpapier, Abstandsleiste Rahmen, Passepartout

Größe: Papier: 45/45cm

Rahmen: 50cm/50cm

Jahr: 2013-

nummerierte und signierte Unikatedition (99+1AP)

99 Dots

The 99 dots are a hand made edition in the versions red, colored and white on grey. The editions consist of standard labels on handmade paper. The labels are applied and attached individually by hand on the paper, perfection is ruled by human blur as in all of my other works. Each edition has an volume of 99 artworks plus 1 artist print. Each edition number of the series is defined by an the exclusion of the specific point. In this place the number of the edition is written (Figure 7 , colored 6/99 ). On the next page, the edition number 1 is shown, the number 1/99 is in the missing space. The dot with the number 100 is reserved in each edition for the artist and thus connects the collectors with the artist. The theme of the 99 dots is the intervention of the artist and his collectors or buyer and the question of the character of this relationship, but also by the intersection of the collectors themselves. How important are collectors for me as an artist, for my work, how free am I when I deal with the market? The labels have a particular importance in the art world , with them artworks are tagged as sold or reserved, the material itself has a self-referential aspect. The aesthetics of the Edition 99 dots is a Damien Hirst quote, who forced his collectors in an auction with over 220 new artworks to new purchases. The collectors bought because the feared the falling prices of their already purchased artworks and bought again. From a market perspective, this was a powerful gesture of the artist, in the sense of emancipation of the market. The gap between art and market remains a suspenseful space, which no one can escape as an artist. If a separation is not possible, a study of the basic conditions should be held to neither demonize everything, nor to depend on a market that requires compromise, which degenerate the artistic position. For me: I make art entirely autonomous, but I am never an artist by myself. 

material: labels, handmade butten paper, wooden frame

size: paper: 45/45cm

size frame: 50cm/50cm 

year: 2013-

numbered and signed unique object (99+1AP)